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Plastikmüll gefährdet Seevögel

Im Herbst kommt Chris Jordans Film "Midway" in unsere Kinos, eine "Nachricht aus dem Wirbel". Die Midway-Inseln nahe der Hawaii-Gruppe beherbergen eine der beeindruckenden Albatros-Kolonien der Erde. Chris Jordan stellt ihre Schönheit in faszinierenden Bildern dar, aber er zeigt auch die erschreckende Seite eines Archipels, das mitten im gigantischen Plastikmüll-Wirbel des Pazifiks liegt. Die stolzen Seevögel leiden unter der Vermüllung der Meere, sie verhungern elendig, weil ihre Mägen statt mit Nahrung mit unverdaulichen Plastikteilchen gefüllt sind.

Der Pazifik mag weit entfernt erscheinen, doch auch hierzulande - an unseren Küsten von Nord und Ostsee - verenden Seevögel in einem Meer an Plastikmüll, der über Jahrhunderte nicht verrottet. Während Eissturmvögel wie die Albatrosse wegen verstopfter Verdauungstrakte verhungern, strangulieren sich Baßtölpel und Dreizehenmöwen in Plastikschnüren, die sie irrtümlich für ihren Nestbau verwenden. Und sie fressen Fisch, der seinerseits ebenfalls voll Plastik steckt - und der so zum Teil auch auf unseren Tellern landet... Es ist höchste Zeit, dass wir uns diesem Thema stellen!

Anlässlich der Filmpremiere von "Midway" im Herbst dieses Jahres biete ich Ihnen einen Artikel über die Geschichte des Plastiks und der Seevögel zur Veröffentlichung an.







Seeadlerschutz und die Folgen...

Haben Sie Interesse an einem Artikel samt Fotos über die ungeahnten Konsequenzen des doch so populären Schutzes der Seeadler in Nordamerika und Europa?

Fast wurden sie vom Menschen ausgerottet, dann folgte ein Jahrzehnte währender Kampf um ihre Rettung. Und immer waren die Seeadler Opfer der Entwicklung. Dass sie jedoch selbst Beute schlagen und ein sich erholender Bestand seinerseits Auswirkungen auf die Ökosysteme haben würde, hatte lange niemand im Blick.
Norwegische, kanadische und US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass neben Fischen vor allem in Kolonien brütende Vögel von den geschützten Seeadlern angegriffen werden und die Bestände der Beutetiere dadurch sinken. So wurde manch eine Seevogelkolonie von den hungrigen Greifen bereits ausgelöscht.
Andererseits wird die Bestandserholung der Seeadler nicht nur negativ gesehen. In Norddeutschland freuen sich beispielsweise die Fischer, dass die mächtigen Vögel die Nester der verhassten Kormorane plündern.

In meinem Artikel werde ich auf die vernachlässigte und vielleicht unbeabsichtigte Seite des Seeadlerschutzes eingehen und der Frage nachspüren, ob die Rettung der Seeadler zu einem ursprünlichen ökologischen Gleichgewicht führt oder ob sie nun möglicherweise die neue Gefährdung anderer Vogelarten zur Folge hat.







Die Weltformel fürs Watt

Haben sie Interesse an einem Artikel samt Fotos über den wissenschaftlichen Versuch, das Nahrungsnetz des Wattenmeeres in einer Art "Weltformel" ein für alle mal zu erklären?

Lässt sich die Dynamik des Lebens in eine mathematische Formel pressen? Lassen sich Vielfalt und Schönheit der Natur auf einige Zahlen und Zeichen reduzieren - und ist das ethisch vertretbar? Ist schließlich das Geflecht an Wechselbeziehungen zwischen verschiedensten Tieren und Pflanzen berechen- und womöglich kalkulierbar?
Forscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) versuchen in einem relativ abgegrenzten Bereich des Wattenmeeres die gegenseitigen Abhängigkeiten der Lebewesen von der Kieselalge bis zum Seehund auf einheitliche, mathematisch erfassbare Energiekreisläufe herunterzubrechen. Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor sind dabei ihre Variablen, invasive Arten ihre Unbekannten.
Und die Wissenschaftler gehen noch einen Schritt weiter: sie wollen auch den Menschen mit in ihre Network-Analyse einbeziehen, um Grundlagen für ein zukunftsfähiges Küstenzonenmanagement entwickeln zu können.







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Farne Islands

Haben Sie Interesse an einem Artikel über die britischen Farne Islands mit ihren beeindruckenden Seevogelkolonien?
Ich würde gerne über die Brutvögel, über Bestandsentwicklungen und Bruterfolg, Nahrungsverfügbarkeit, Prädatorenkontrolle und Beringungsaktivitäten sowie die Besucherlenkung auf der kleinen Inselgruppe in der Nordsee berichten.







Dänemarks wilder Nordwesten

In dem abgeschiedenen und einsamen Landstrich Thy zwischen dem Limfjord und der Nordseeküste kommen Naturliebhaber und (Hobby-)Ornithologen voll auf ihre Kosten. Hier erstreckt sich auf einer Fläche von fast 25.000 Hektar "Dänemarks letzte Wildnis", die vor vier Jahren zum ersten Nationalpark des Königreichs erklärt wurde. Weiter Strand und hohe Dünen, seltene Küstenheiden und stille Moore, glasklare Seen und vom Wind gebeugte Wälder bilden ein Mosaik an Lebensräumen für verschiedenste Tiere und Pflanzen. Kraniche brüten im offenen Gelände, Rotwild stolziert über die Dünen und Schwärme von nordischen Gänsen und Watvögeln rasten während der Zugzeit. Strandhafer, Krähenbeere und Glockenheide schmücken den Pflanzenteppich dieser urigen Region.

Nördlich des Nationalparks Thy grenzt eines von Europas bedeutendsten Vogelschutzgebieten an, die Gewässer, Schilfwälder und Feuchtwiesen der Vejlerne. Von hervorragend ausgebauten Beobachtungsposten aus sind hier Bartmeisen, Kiebitze, Weißstörche, Watvögel, Möwen und Enten in großer Zahl zu erleben. Und in unmittelbarer Nachbarschaft ist auch der dritte naturkundliche Höhepunkt in Dänemarks Nordwesten zu erreichen. Direkt an der Nordsee liegt der einzige Brutfelsen des Landes, der 47 Meter aufragende Bulbjerg. Bis zu 500 Paare der Dreizehenmöwe und einige Paare des Eissturmvogels brüten an den steilen Abhängen über den Fluten. Vom schmalen Strand unterhalb des Felsens lassen die Vögel sich aus nächster Nähe beim Brutgeschäft und der Nahrungssuche beobachten.






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Die Eroberung der Hochsee

Haben Sie Interesse an einem Artikel über das faszinierende Leben der Hochseevögel über, auf und in den Ozeanen der Welt?

Einerseits schreitet die industrielle Nutzung der Ozeane bei der Förderung von Öl und anderen Bodenschätzen, dem Ausbau von Offshore-Windparks, der Schifffahrt und der Hochseefischerei immer weiter voran. Andererseits gewinnen Forscher mit Hilfe moderner Satellitentelemetrie und dem Einsatz von Datenloggern wachsende Erkenntnisse über die Raumnutzung von Seevögeln hinsichtlich Nahrungssuche, Jungenaufzucht, Zug und Rast fernab der Küsten. Erst kürzlich hat Birdlife-International einen digitalen Seevogel-Weltatlas vorgestellt. Ein Wettlauf um Nutzung und Schutz der vor wenigen Jahrzehnten noch kaum zugänglichen Meeresgebiete ist in vollem Gange.

Bei uns vor der Haustür zeigt sich die Problematik bei der Ausweisung von Flächen für Offshore-Windparks. Während in den Niederlanden und in Großbritannien die Lebensräume von Seevögeln im Genehmigungsverfahren berücksichtigt werden, ist das in den deutschen Hoheitsgewässern bisher kaum der Fall. Nicht zuletzt mit diesem Versäumnis beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Seevögelökologie des Forschungszentrums Westküste in Büsum. Wissenschaftler führen hier seit einem Jahr das Projekt "WINDBIRD" an Basstölpeln und Heringsmöwen in der Nordsee durch.